Willkommen auf bio-heizoel.de

frau im rapsfeld Wir klären über die aktuellen Heizölsorten am Markt auf. Transparent, aufschlussreich und unabhängig werden Einzelheiten der verschiedenen Heizöltypen betrachtet und erklärt. Ebenso geben wir einen Einblick in Innovationen und Zukunftsvisionen von flüssigen Brennstoffen bzw. in die Entwicklung des Marktes für flüssige Bioheizöle. Sie als Besucher werden gleichzeitig aufgefordert in unserem Blog zu interpretieren, zu kommentieren, zu diskutieren und Ihre Meinungen und Anregungen weiterzugeben. Infolge werden die aktuell am Markt erhältlichen konventionellen Heizöl - Sorten aufgeführt. >> Aktuelle Heizölpreise 

Heizöl EL Standard: Es handelt sich um extra leichtes (EL) Heizöl mit einem Schwefelgehalt bis 0,2 % bzw. 2 g/kg. Die Ergänzung „extra leicht“ bezieht sich auf die Konsistenz des Heizöls. Dieses Heizöl ist eine leichtere Fraktion aus dem Rohölsystem und muss zur Verbrennung gegenüber dem so genannten schweren Heizöl nicht vorbehandelt sprich vorgewärmt werden. Heizöl EL super: Dieser Heizöltyp entsteht durch Zugabe von Additiven in das Heizöl EL Standard, die die Eigenschaften des Heizöls entscheidend verbessern. Heizöl EL super verbrennt sauberer und wirkt somit Rußablagerungen an der Kesselwand entgegen. Durch diese Fähigkeit werden Heizkosten gespart, denn 1 mm Rußschicht bedeutet bereits 4% mehr Heizenergie. Heizöl EL schwefelarm: Heizöl EL schwefelarm enthält maximal bis zu 0,05 g/kg Schwefel, damit ist die Schwefelreduktion gegenüber dem Standard etwa 97%. Seit 2005 sind Ölheizkessel aller Herstellern als geeignet ausgewiesen. Die besonders schwefelarme Verbrennung dieses Heizöltyps reduziert die Schadstoffemissionen auf ein Minimum. Heizöl EL schwefelarm bildet somit zur Entlastung der Umwelt bei. Ab 2009 wird Heizöl EL Standard mit 1,50 € pro 100 Liter höher besteuert. reines Pflanzenöl als Brennstoff: Das aus z. B. Raps- und Sonnenblumenfrüchten gepresste Öl wird direkt mit einem Brennersystem in Wärmeenergie umgesetzt. Pflanzenöl gilt nach dem BUNDES-IMMISIONSCHUTZGESETZES bei erfüllung der Norm V 51605 als Regelbrennstoff. Innovationen der Heizölprodukte: Aktuell wird die Einführung von Heizöl mit Biokomponente (RME) vorgenommen. Die Biokomponente besteht in der Regel aus Rapsmethylester (RME), der bis heute als Biodiesel Verwendung findet. In Norddeutschland wird bereits von einem Brennstoffversorger Heizöl EL mit 5% Bioanteil angeboten. Dieser Heizöltyp besteht grob aus 95% mineralischem Heizöl EL und 5% Rapsmethylester und kann ohne Änderungen an der Heizungsanlage und der Wartungsintervalle verwendet werden. In nächster Zeit wird der Bioanteil weiter gesteigert, und somit das mineralische Heizölangebot verlängert. Zukunftsvisionen: Synthetische Öle aus Biomasse (biomass-to-liquid, BTL) Die im Heizöl EL enthaltenen flüssigen Kohlenwasserstoffe können auch synthetisch erzeugt werden. In einem zweistufigen Verfahren wird zuerst aus kohlenstoffhaltigen Verbindungen durch einen Vergasungsprozess Synthesegas gewonnen. Dieses Gas ist hauptsächlich eine Mischung aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Im zweiten Schritt werden aus dem Synthesegas hochwertige Kohlenwasserstoffe gebildet. Dieser Verfahrensschritt wird nach seinen Erfindern Fischer-Tropsch-Synthese genannt. In der Vergangenheit wurden synthetische Kohlenwasserstoffe aus fossilen Kohlenstoffträgern wie Kohle oder Erdgas erzeugt. Die erste industrielle Herstellung flüssiger, synthetischer Kohlenwasserstoffe war die Kohleverflüssigung in den 30er Jahren. In diversen Forschungs- und bereits ersten kommerziellen Anlagen konnte nachgewiesen werden, dass sich auch aus Biomasse Synthesegas herstellen lässt. Diese Technologie birgt sogar noch einige Vorteile gegenüber den Biobrennstoffen der ersten Generation (Pflanzenöl, Pflanzölmethylester). Die Biomasse der gesamten Pflanze ist nutzbar. Der Herstellungsprozess ermöglicht die Einstellung spezieller Eigenschaften des Endprodukts. So werden hochwertige Brennstoffe generiert, die aller Voraussicht nach in heutigen Ölheizungen ohne Schwierigkeiten eingesetzt werden können. Darüber hinaus wird der Ertrag eines Hektars durch die Verarbeitung der kompletten Pflanze gesteigert. Der Hektarertrag von 1500 Litern pro Hektar und Jahr bei der Erzeugung von Pflanzenöl oder Pflanzenölmethylester wird somit auf 3000 bis 4000 Liter pro Hektar und Jahr erhöht werden. Marktentwicklung: Zusammenfassend gilt, es existieren unterschiedliche nachgewiesene wirtschaftliche Verfahren zur Herstellung flüssiger Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, die auf dem Wärmemarkt angeboten werden können. Unternehmen der Mineralölwirtschaft arbeiten unabhängig an Lösungen Heizöl EL durch Bioenergie zu ergänzen. Vereinzelt wird bereits die Markteinführung von Produkten aus dem Bereich Heizöl mit Biokomponente in naher Zukunft angekündigt.